Diensthunde

Privat

Unsere Polizeihunde sind in ihrer Freizeit nichts anderes als normale Familienhunde, welche mit ihrem Hundef├╝hrer und seiner Familie zusammen wohnen. Ob sie dabei in der Wohnung oder in einem Zwinger gehalten werden, h├Ąngt von den Vorlieben des Besitzers und nat├╝rlich den Platzverh├Ąltnissen am Wohnort ab.

In der Regel ├╝bernimmt der Hundef├╝hrer seinen Hund im Alter von ca. 9 bis 12 Wochen, wobei auch dies wiederum von den pers├Ânlichen Ansichten abh├Ąngt. Es gibt auch M├Âglichkeiten, einen ausgebildeten Diensthund zu kaufen, wobei ich aber die erste Variante klar bevorzuge, da ein Junghund als sehr soziales Wesen mit 2 Jahren stark an seinen Besitzer gebunden ist und unter einem Besitzerwechsel auf jeden Fall leidet.

Oft wird die Frage gestellt, ob ein Polizeihund denn f├╝r seine Arbeit „scharf“ gemacht wird und dadurch eine potentielle Gefahr darstellt. Dazu muss klar gesagt werden, dass eben die Ausbildung dem Hund die M├Âglichkeit gibt, seine Triebe sehr gut auszuleben und zu kanalisieren. Von einem „Scharfmachen“ kann absolut keine Rede sein, denn ein Polizeihund beisst im Einsatz nicht zu, weil er Angst hat oder aggressiv ist, sondern weil durch ein bestimmtes Kommando seines F├╝hrers und/oder eine Aktion des polizeilichen gegen├╝bers (Angreifer, fl├╝chtender T├Ąter etc.) sein nat├╝rlicher Beute- oder Wehrtrieb angesprochen wird. Aggressive, nicht mehr f├╝hrbare Hunde h├Ątten bei der Polizei wenig Chancen und w├╝rden wohl auch den Wesenstest nicht bestehen.

Sollte ein (ehemaliger) Polizeihund, eventuell auf Grund seiner Schutzdienst- oder Interventions-Ausbildung, nicht mehr so sozialvertr├Ąglich sein, wie dies das sichere Zusammenleben verlangt, stehen dem Hundef├╝hrer heutzutage auch tierschutzgerechte Hilfsmittel wie zum Beispiel atmungsaktive und hechel- und fangfreundliche Maulk├Ârbe zur Verf├╝gung. So k├Ânnen auch diese Hunde nach ihrer Pensionierung noch einen sch├Ânen Lebensabend mit ihrer Familie verbringen und m├╝ssen nicht auf ihre regelm├Ąssige Gassirunde verzichten.

Die Besitzverh├Ąltnisse der Hunde sind je nach Kanton bzw. Korps unterschiedlich. W├Ąhrend die Hunde bei einigen Korps dem Staat geh├Âren, erwerben die Hundef├╝hrerinnen und Hundef├╝hrer ihren Hund bei anderen Korps privat und erhalten dann eine pauschale Entsch├Ądigung (das sogenannte „Wartegeld“), eine Kilometerentsch├Ądigung f├╝r das private Fahrzeug bei Pikettaufgeboten und, wiederum je nach Korps, auch eine Entsch├Ądigung f├╝r Futter- und Tierarztkosten


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