Funk

Flugfunk

Der mobile Flugfunkdienst – meist kurz Flugfunk genannt – ist ein Funkdienst zur Kommunikation zwischen Bodenpersonal und fliegendem Personal in der Luftfahrt.

Es handelt sich dabei um Anlagen in Luftfahrzeugen fĂŒr Verbindungen zu Bodenfunkstellen fĂŒr die Übertragung von Flugbetriebs- und Flugsicherheitsmeldungen. Luftfahrzeuge wie Ballone, Segelflugzeuge, Deltasegler tauschen auch Meldungen mit ihren Bodenbegleitfahrzeugen aus. Anwender sind Luftfahrtgesellschaften, FlugplĂ€tze und Privatpersonen. Die GerĂ€te mĂŒssen den Vorschriften des Bundesamtes fĂŒr Zivilluftfahrt (BAZL) entsprechen. Die Anlagen dĂŒrfen nur mit einem entsprechenden FĂ€higkeitsausweis betrieben werden, jedoch ist in der Schweiz das Abhören der Flugfunk-Frequenzen mit einem Scanner erlaubt.

Flugfunk wird als Sprechfunk auf Frequenzen oberhalb des normalen UKW-Rundfunks betrieben und nutzt den Frequenzbereich von 117,975 bis 137 MHz. Die zugewiesenen Frequenzbereiche und zu verwendenden Sprechfunkverfahren sind weltweit einheitlich im Abkommen ĂŒber die internationale Zivilluftfahrt geregelt.

Durch die ursprĂŒngliche Rasterung der FunkgerĂ€te mit einem Kanalabstand von 50 kHz entstanden in diesem Frequenzbereich 360 SprechkanĂ€le. In den 70er Jahren wurde dies durch einen verringerten Kanalabstand von 25 kHz auf 720 KanĂ€le erweitert. Der weitaus höhere Bedarf an KanĂ€len fĂŒhrte mittlerweile zur Entwicklung von FunkgerĂ€ten mit einem Kanalabstand von nur noch 8,33 kHz; daraus ergibt sich eine Verdreifachung der nutzbaren FunkkanĂ€le. Die neuen Frequenzen des 8,33 kHz-Rasters werden in Europa gegenwĂ€rtig nur ĂŒber FL 195 eingesetzt.

Flugfunk ist immer amplitudenmoduliert (Betriebsart AM). Dies hat zur Folge, dass zwar die QualitĂ€t der Verbindung gegenĂŒber einer frequenzmodulierten Verbindung schlechter ist, jedoch noch FunksprĂŒche bei einem relativ schlechten Signal-Rausch-VerhĂ€ltnis verstanden werden können, wĂ€hrend dies bei der Verwendung der Frequenzmodulation (FM) nicht möglich wĂ€re. Der Funkverkehr wird in der Betriebsart „Wechselsprechen“ ausgefĂŒhrt, das heisst die Antwort erfolgt auf der gleichen Frequenz wie der Anruf.

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